Der richtige Zeitpunkt

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Da alles immer schneller gehen muss, hat die Rotfleisch-Verarbeitungsindustrie ihre Schlachtmethoden vom herkömmlichen manuellen Handling auf einen automatisierten und robotergesteuerten Prozess umgestellt.

 

Automatisierung in der Schweineschlacht ist mittlerweile unerlässlich geworden

In den vergangenen 15 Jahren hat der für die Primärverarbeitung zuständige Bereich von Marel Meat (Alter Name: MPS Red Meat Slaughtering) mehrere automatisierte Schweineschlachtlinien für den Tötungsgang (F-Line) ausgeliefert.

Diese umfassen Vorrichtungen zum Trennen des Beckenknochens, zum Öffnen der Karkasse, zum Spalten des Brustbeins sowie Nackenkneifer. Die automatisierten F-Lines kommen heute in vielen Schweineschlachtanlagen zum Einsatz. Sie erreichen Kapazitäten von 300 bis 1280 Schweinen pro Stunde.

SCHLACHTLINIENROBOTER

Marel Meat hat seit der Installation der ersten F-Line weiter an der Entwicklung von automatischen Systemen und Robotern für den Schlachtvorgang gearbeitet. Die jüngste Entwicklung von Marel ist die M-Line. Bei dieser automatisierten Schweineschlachtlinie der neuen Generation kommen Gelenkarmroboter zum Einsatz.

Die Roboter der M-Line sind mit der neuesten 3D-Scantechnologie ausgestattet, sodass eine hohe Schnittgenauigkeit gewährleistet ist. Die Karkassen werden mehrmals gescannt. Die Scan-Daten werden dann in eine präzise Bewegung des Roboters sowie der Roboterwerkzeuge konvertiert. Dieser Vorgang wird voll und ganz mit dem Transport der Karkassen synchronisiert.

ROBOTER MIT „TWINTOOL”

Die meisten Roboter der M-Line sind nach dem patentierten „TwinTool“-Konzept konzipiert, was zu einer längeren Haltbarkeit des Schweineendprodukts führt. Beim „TwinTool“-Konzept ist jeder Roboter mit einem doppelt wirkenden Werkzeug versehen. Während ein Werkzeug in Betrieb ist, kann gleichzeitig das andere Werkzeug sterilisiert werden.

2013 wurde das erste M-Line-System in Nordamerika in einer bestehenden Schlachtlinie installiert, die 10.000 Schweine täglich verarbeitet. Das System umfasst drei automatische Karkassenöffner (Beckenknochen, Bauch und Brust), die nebeneinander arbeiten.

Diese hochmoderne automatisierte Schweineschlachtlinie hat sich als sehr erfolgreich erwiesen. Zum Teil ist dieser Erfolg auf die besseren hygienischen Bedingungen, die geringeren Wartungsanforderungen und den geringeren Ersatzteilverbrauch zurückzuführen. Gleichzeitig werden für den Schlachtvorgang weniger Arbeitskräfte benötigt.

Heute findet man M-Lines in vielen Schlachtanlagen auf der ganzen Welt, und es kommen ständig neue hinzu, da ihre Vorteile immer deutlicher werden.

Nachgewiesene Vorteile des Automatisierungsprogramms M-Line:

  • Geringerer Arbeitsaufwand beim Schlachtvorgang
  • Weniger Fehler, die eine Kontamination durch Fäkalien und/ oder Gallensekret hervorrufen
  • Besserer Ertrag aufgrund der zusätzlichen Gewinnung von Spareribs „St. Louis Style“ und von zusätzlichem Bauchspeck sowie aufgrund von mehr Intelligenz
  • Weniger Herzen geringerer Qualität
  • Geringere Anzahl an ermittelten Enterobakterien (TPC Total Plate Counts; Gesamtkeimzahl)
  • Längere Haltbarkeit frischer gekühlter Schweineprodukte


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